Gefeierter Film zu Multipler Sklerose

Der Dokumentarfilm „Multiple Schicksale – Vom Kampf um den eigenen Körper“ zeigt ganz persönlich Schicksalsschläge und Zuversicht, Verzweiflung und Mut, erschütternde, aber auch unbeschwerte und intensiv-berührende Momente. Mit seiner Thematik Multipler Sklerose stürmt ein Film die Kinos, der insbesondere für Physiotherapeuten sehr interessant ist. Zum deutschlandweiten Kinostart am 15. September haben Sie die Möglichkeit, den Schweizer Regisseur und Autor Jann Kessler und weitere Protagonisten des Filmes auf der großen Kino-Tour quer durch Deutschland zu erleben.

Seit Jahren leidet Janns Mutter an MS – Multipler Sklerose. Als er mehr über ihre Krankheit wissen will, kann sie bereits nicht mehr sprechen. In der Hoffnung mehr zu erfahren, begibt sich der damals 18-jährige Filmemacher auf eine Reise quer durch die Schweiz und trifft andere Menschen, die mit MS leben: Er begegnet Bernadette, die immer noch lacht, obwohl ihr nicht mehr so oft danach zu Mute ist. Luana, die sich ermutigende Worte auf den Arm tätowieren lässt. Er trifft auf Melanie, die einen wortreichen Schutzwall um sich herum aufbaut. Oliver, der seine Kräfte im Alltag gezielt einteilen muss. Graziella, die versucht, die Normalität aufrechtzuerhalten. Und er begegnet Rainer, der aus eigenem Willen aus dem Leben scheidet.

Multiple Sklerose (MS) verändert das Leben eines Betroffenen und seiner Familie radikal. Bundesweit leben etwa 200.000 Menschen mit MS. Seh- und Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen, Schmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen – jeder Betroffene erlebt andere Einschränkungen, deshalb wird MS auch als die Krankheit der 1.000 Gesichter bezeichnet. Die genauen Ursachen der MS sind trotz intensiver Forschung unbekannt. Die heute existierenden Medikamente und Therapieangebote, wie Bobath, PNF und Vojta, können den Verlauf der Krankheit zwar mildern, heilen können sie die Betroffenen nicht. Trotzdem gibt es auch Menschen mit MS, die Jahre nach der Diagnose nur mit leichten Einschränkungen konfrontiert sind.

Viele der Protagonisten sprechen sehr offen über ihr Leben, das sie trotz aller Einschränkungen auch immer wieder genießen können und sehr intensiv leben. Dabei gewährt die Kamera tiefe Einblicke und hält dennoch respektvoll Distanz. Entstanden ist ein vielschichtiger Film, der von tiefem Vertrauen zeugt und vor den schwierigen Fragen ebenso wenig zurückweicht wie vor den schönen Momenten des Lebens.

In den Schweizer Medien wurde Jann Kessler bereits für seinen erstaunlichen und berührenden Film gefeiert. Wenn Sie die Gelegenheit nutzen möchten, Jann Kessler persönlich zu erleben, können Sie sich auf der offiziellen Homepage zum Film über die Daten der Kino-Tour sowie über viele weitere Hintergründe zum Film informieren. Dort finden Sie auch den Film-Trailer, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Der IFK wünscht Ihnen viel Vergnügen!

Weitere Artikel

GKV neu denken: Vorsorge vor Versorgung

2026 | 05.06. Die gesetzliche Krankenversicherung befindet sich in einer angespannten finanziellen Lage. Innerhalb der Gesundheitsbranche liegen konkrete Ideen für eine nachhaltige Stabilisierung der GKV-Finanzen vor.

8. TherapieGipfel: Anmelden und live dabei sein in Berlin

2026 | 03.06. Unter dem Motto „Heilmittelpolitik aktuell“ lädt der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) Politik, Kostenträger und Berufsangehörige der Heilmittelbranche zum 8. TherapieGipfel nach Berlin ein. Am 11. November um 15 Uhr wird die Veranstaltung eröffnet. Im Historischen Hörsaal im Langenbeck-Virchow-Haus wird der SHV-Vorstand im Rahmen einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit Gesundheitspolitikern und fachkundigen Experten über aktuelle berufspolitische Themen diskutieren.

SHV verdeutlicht politische Positionen im Gespräch mit MdB Yüksel

2026 | 02.06. Mit dem Kabinettsbeschluss zum Stabilisierungsgesetz wurde Ende April die parlamentarische Phase des Gesetzgebungsverfahrens eingeleitet. Doch der Kabinettsbeschluss ist noch kein fertiges Gesetz, sondern kann durch den Bundestag noch substanziell angepasst werden. In persönlichen Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern machen der SHV und seine Mitgliedsverbände derzeit die Position der Heilmittelerbringer und die Auswirkungen des Gesetzesvorhabens auf die Patientenversorgung deutlich.