GKV-Reserven steigen weiter

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) verbuchen für das Jahr 2016 den niedrigsten Ausgabenzuwachs seit 2012. Da sich die Einnahmen zudem weiter positiv entwickeln, steigen die Gesamt-Reserven von Krankenkassen und Gesundheitsfonds auf 25 Millionen Euro, wie aus den vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) veröffentlichten GKV-Finanzergebnissen hervorgeht.

Knapp 1,4 Milliarden Euro Überschuss haben die Krankenkassen 2016 erzielt, ihre Reserven erreichten am Jahresende 15,9 Milliarden Euro. Weitere 9,1 Milliarden liegen im Gesundheitsfonds. „Die GKV steht mit Reserven von 25 Milliarden Euro weiterhin auf einer guten Grundlage. Das zeigt, die Panikmache, mit der Versicherte verunsichert wurden, hat sich als falsch erwiesen", so Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Trotz des stetigen Wachstums fallen die Heilmittelausgaben nach wie vor vergleichsweise gering aus. Mit 6,799 Milliarden Euro wendeten die Kassen im Jahr 2016 weiterhin lediglich drei Prozent ihrer Ausgaben für die Heilmitteltherapie auf. Im Bereich der Präventionsleistungen stiegen die Ausgaben 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 55 Prozent auf rund 485 Millionen Euro. Damit sieht das BMG die Richtwerte schon im ersten Jahr der Geltung des Präventionsgesetzes als erfüllt an.

Weitere Artikel

GKV neu denken: Vorsorge vor Versorgung

2026 | 05.06. Die gesetzliche Krankenversicherung befindet sich in einer angespannten finanziellen Lage. Innerhalb der Gesundheitsbranche liegen konkrete Ideen für eine nachhaltige Stabilisierung der GKV-Finanzen vor.

8. TherapieGipfel: Anmelden und live dabei sein in Berlin

2026 | 03.06. Unter dem Motto „Heilmittelpolitik aktuell“ lädt der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) Politik, Kostenträger und Berufsangehörige der Heilmittelbranche zum 8. TherapieGipfel nach Berlin ein. Am 11. November um 15 Uhr wird die Veranstaltung eröffnet. Im Historischen Hörsaal im Langenbeck-Virchow-Haus wird der SHV-Vorstand im Rahmen einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit Gesundheitspolitikern und fachkundigen Experten über aktuelle berufspolitische Themen diskutieren.

SHV verdeutlicht politische Positionen im Gespräch mit MdB Yüksel

2026 | 02.06. Mit dem Kabinettsbeschluss zum Stabilisierungsgesetz wurde Ende April die parlamentarische Phase des Gesetzgebungsverfahrens eingeleitet. Doch der Kabinettsbeschluss ist noch kein fertiges Gesetz, sondern kann durch den Bundestag noch substanziell angepasst werden. In persönlichen Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern machen der SHV und seine Mitgliedsverbände derzeit die Position der Heilmittelerbringer und die Auswirkungen des Gesetzesvorhabens auf die Patientenversorgung deutlich.