Schwierige Verhandlungen in Ostdeutschland und Berlin

In der vergangenen Woche fanden die Preisverhandlungen mit der AOK Nord Ost für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern statt. Ebenfalls unter Beteiligung der AOK Nord Ost wurden die Preisverhandlungen für Berlin geführt. Die Angebote der Kassen in beiden Verhandlungen waren für die Vertreter des IFK und der übrigen Berufsverbände schwere Kost. Sie schöpften im Beispiel Berlin nicht einmal die Grundlohsumme für das Jahr 2015 aus und beschränkten sich auf die damit verbundene prozentuale Erhöhung für die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Vor dem Hintergrund der desolaten Vergütungssituation in den betroffenen Vertragsgebieten kann dies fast nur als offene Provokation gewertet werden. Sämtliche Argumente von drohendem Fachkräftemangel bis zur Existenznot vieler Praxisinhaber ließen die Kassenvertreter mit großer Gelassenheit an sich abprallen.

Die AOK Nord Ost wird sich jetzt nochmals beraten und es wird sich zeigen, ob eine zweite Verhandlungsrunde sinnvoll sein kann. Extrem schwierig wird es für Berlin. Derzeit kann nicht gesagt werden, wie es dort weiter geht. Die Gremien des IFK werden nach Ostern über eine angemessene Strategie beraten. Wir halten Sie informiert.

Weitere Artikel

Bundessozialgericht: Schriftliches Urteil liegt vor

2026 | 22.04. Unsere aufmerksamen Leser erinnern sich vermutlich: Ende 2025 fand vor dem BSG das Revisionsverfahren gegen das Urteil des LSG statt, in dem die maßgeblichen Verbände zur Vergütung in der Physiotherapie geklagt hatten. Das zunächst mündlich ausgesprochene Urteil ging zulasten der Verbände – nun liegt das schriftliche Urteil vor, welches ergänzende rechtliche Ausführungen enthält.

MdB Yüksel: Der Direktzugang für Heilmittelerbringer macht Sinn!

2026 | 20.04. Der Bundestagsabgeordnete Serdar Yüksel (SPD) hat vergangenen Freitag im Bundestag eindringlich für den Direktzugang geworben. Anlass war ein von der Fraktion die Linke eingebrachter Antrag zur Verbesserung der Terminvergabe und Eindämmung von Wartezeiten in der Gesundheitsversorgung.